Freitag, 3. September 2010


Buenos días a todos,

endlich melde ich mich mal wieder aus dem fernen Peru! Ich bin jetzt schon seit drei Wochen hier und lebe mich so langsam ein. Mit der Sprache klappt es auch schon besser. Das ist echt schön, hin und wieder mal ein Erfolgserlebnis zu haben und zu merken dass man wieder ein klein wenig dazu gelernt hat. Zumal das hier gar nicht so einfach ist weil ich ja viel mit anderen deutschen Freiwilligen zusammen bin und so nach Arbeitsende nicht unbedingt Spanisch reden muss.

Ich erzähle euch jetzt mal ein bisschen was von meinem Arbeitsalltag hier im Colegio San Christoferus. Es ist zwar noch immer so dass ich nicht komplett eingearbeitet bin und noch viel beobachten muss und so nicht genau sagen kann wie hier der ganz normale Ablauf ist, aber ich kann ja einfach mal berichten was ich bis jetzt weiß:
Die Schule wird von etwa 35 Schülern besucht. Einige von ihnen haben starke geistige Behinderungen und sind auf viel Hilfe angewiesen, andere wiederum sind sehr fit und eigenständig.
Die Schüler sind nach Alter und teilweise auch nach Stärke ihrer Behinderung eingeteilt. Insgesamt gibt es fünf Klassen. Der Tag läuft in jeder Klasse anders ab. Ich arbeite in der Holzwerkstatt-Klasse. Mit dem Lehrer Viktor, betreue ich sechs Schüler im Alter von 17 bis 24.
Mein Arbeitstag beginnt um 7.50h wenn die ersten Schüler eintrudeln. Da sich unser Praktikantenhaus ja direkt auf dem Schulgelände befindet muss ich dann auch erst aus der Haustür treten.
Nach einem gemeinsamen Morgenkreis verbringen die Schüler den Vormittag in ihren Klassen. In der Holzwerkstatt haben wir in der kurzen Zeit in der ich hier bin hauptsächlich an der Herstellung von Kerzen gearbeitet, die später auf dem Schulbasar verkauft werden.
Mittag essen alle Schüler und Lehrer gemeinsam. Es gibt wirklich jeden Tag Reis und Kartoffeln. Das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und eintönig, aber bis jetzt schmeckt’s mir (wir haben ja auch noch das Wochenende an dem wir uns selber verpflegen müssen und endlich mal ohne schlechtes Gewissen ganz einfach Nudeln kochen können).
Um 14h ist offizieller Schulschluss. Bis aber alle Schüler abgeholt sind dauert es meistens länger. Nach einer sehr kleinen Pause geht die Arbeit um 14.15h weiter. Den Nachmittag verbringen wir Praktikanten bis 16.30h im Biogarten. Die Arbeit macht wirklich Spaß und ist eine gute Abwechslung zum Vormittag. Leider ist es aber so dass wir auch am Samstag von 8h bis 13h im Garten arbeiten müssen. Das ist echt viel und sehr anstrengend, da man nur einen freien Tag zum Ausschlafen und neue Energie tanken hat. Wir wollen versuchen da noch eine Alternative zu finden….

Das Leben im Praktikantenhaus ist ziemlich cool. Wir wohnen hier bis jetzt zu neunt. Es kommen aber noch zwei dazu, die aber eigentlich keinen Platz haben. Da müssen wir uns noch was ausdenken. Ich denke dass es daraus hinauslaufen wird dass zwei von uns in Gastfamilien gehen. Das kann ich mir eigentlich auch ganz gut vorstellen. Da würde ich das peruanische Leben noch ein bisschen intensiver mitbekommen. Aber ich bin noch ziemlich unschlüssig da es mir in der WG so gut gefällt. Im Laufe des Jahres werde ich aber früher oder später sicherlich mal in einer Familie wohnen.
Im Haus gibt es vier Doppelzimmer und ein Einzelzimmer. Alle Zimmer haben ein Bad mit Klo und Dusche. Die Dusche von Katharina und mir hat leider nur kaltes Wasser, aber wir können im Nebenzimmer warm duschen.
Dann haben wir ein großes Wohnzimmer und eine Küche. Gestern haben wir erstmal alle zusammen einen Großputz gemacht und die Unordnung die wir vorgefunden haben beseitigt. Jetzt ist es hier richtig gemütlich und auch relativ sauber.
Leider ist es im Moment ziemlich kalt. Es ist ja auch noch Winter. Und es gibt natürlich keine Heizung, was auch eigentlich nicht das Problem ist. Aber das Haus ist halt ziemlich undicht und der Wind pfeift durch die geschlossenen Fenster.
Aber die paar Wochen bis zum Sommeranfang überstehen wir schon! Das ist ein schöner Gedanke dass es jetzt nur besser werden kann und wir dann bald ins Meer springen und die längsten Wellen der Welt genießen können. Ich hab mir ja fest vorgenommen Surfen zu lernen. Das wird toll!!

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!!
Hasta luego,
Sophie

2 Kommentare:

  1. Liebe Sophie,

    wir sind immer sehr gespannt auf deine neuen Berichte.
    Beim Lesen in deinem Blog wird die große Entfernung zwischen Peru und Deutschland doch recht klein.
    Ich glaube jetzt noch mehr daran, dass deine Entscheidung für PERU genau die richtige war.

    hasta pronto

    Dein Papa

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  2. ui ui ui liebe sophie das hört sich ja echt sapnnend an =)
    und lern mal surfen dan nsurfen wir später zusammen hehe cih hab nämlich das gleiche ziel...ich wünsch dir weiterhin dass es dort gut läuft und du fortschritte machst in der sprahe wie auch mit der arbeit ...
    xxx

    Silvi

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