Letzten Montag war in Peru ein Feiertag. Das heißt, wir hatten anstatt nur Sonntag, noch einen Tag länger Wochenende. Also überlegten wir Freiwilligen einen kleinen Ausflug zu machen. Zuerst wollten wir ans Meer etwas außerhalb von Lima fahren. Letztendlich entschieden wir uns aber für einen Kurztrip nach Ica, einer Stadt fünf Stunden südlich von Lima. Eigentlich wollten wir in einer großen Gruppe fahren. Aber irgendwie kam es dann doch nur dazu dass Eva, Franzi, Valentino und ich uns auf den Weg machten. Samstag nach der Arbeit ging es los. Uns wurde der Tipp gegeben nicht zum Busbahnhof zu gehen, da der relativ weit weg ist, sondern uns direkt an die Autobahn zu stellen und einen vorbeifahrenden Bus anzuhalten. Anfangs kamen wir uns ziemlich planlos und verloren vor und beobachteten erstmal die Peruaner die das Selbe vorhatten wie wir. Nach einer Zeit hatten wir dann aber raus gefunden wie es geht und winkten jedem etwas größeren Bus zu oder rannten ihm hinterher um ihn anzuhalten. Leider hatten wir wenig Erfolg. Die einzigen Busse die anhielten und dann auch nach Ica fuhren, hatten höchstens drei Plätze frei. Also standen wir vier fast zwei Stunden am Straßenrand. Eigentlich war es ziemlich lustig und wir hatten den Ehrgeiz jetzt endlich einen Bus zu erwischen. Letztendlich entschieden wir uns dann aber dafür doch zum Busbahnhof zu fahren. Leider ist es nicht so dass alle Busunternehmen ein gemeinsames Gebäude haben, sondern jede sein eigenes. Immerhin liegen diese nah beieinander. Wir liefen also von einem Unternehmen zum anderen und versuchten jetzt endlich einen Bus nach Ica zu bekommen. Da es jetzt aber schon ziemlich spät war fuhren keine Busse mehr. Beim allerletzten Busunternehmen hat es dann doch noch geklappt und wir kamen nach drei Stunden Bussuche endlich aus Lima los. Ich hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben und mich auf ein Wochenende in Lima eingestellt.
Nach fünf Stunden kamen wir in Ica an. Da war es bereits nach 23h und wir hatten noch keinen Plan wo wir schlafen sollten. Wir nahmen uns ein Taxi um in das 5 km entfernte Huacachina zu fahren, einer kleinen Oase in der Wüste. Da sollte es nämlich mehrere günstige Hostals geben. Leider mussten wir schnell feststellen dass wegen dem verlängerten Wochenende alles ausgebucht war. Unser Taxifahrer Antonio war aber ziemlich cool half uns bei unserer Suche. Ohne Erfolg. Also ging es wieder zurück nach Ica. Hier hatten wir dann nach einigen abgeklapperten Hostals Glück. Unsere Unterkunft war ziemlich schäbig, aber jedenfalls sehr günstig.
Unser lieber Taxifahrer hat uns dann noch für den nächsten Tag eine Bootstour zu den Islas Ballestas angedreht. Da wollten wir sowieso hin und ich glaube dass der Preis auch echt gut war. Die Islas Ballestas gehören zur Wüstenstadt Paracas und bieten für viele verschiedene Tiere, wie Seelöwen, Pinguinen und Flamingos Lebensraum. Bei der Bootstour kann man diese alle sehen.
Wie versprochen stand Antonio dann morgens um 7 vor der Tür um uns abzuholen. Mit dem Taxi ging es in einer Stunde nach Paracas, Ausgangspunkt der Bootstour.
Die Bootstour war sehr schön, vor allem weil wir im Gegensatz zu Lima, endlich mal richtig tolles Wetter hatten. Leider war es sehr touristisch.
Nach einem kleinen, teuren Frühstück ging’s mit Antonio zurück nach Ica, Huacachina. In einem kleinen “Verleih“ liehen wir uns Sandboards. Der Verleiher wollte weniger als einen Euro pro Brett und wir mussten auch kein Pfand da lassen. Wir hätten also die Boards einfach mitgehen lassen können. Wahrscheinlich waren die Bretter aber auch nicht mehr Wert als einen Euro.
Mit den Brettern ging es dann die Sanddünen hoch. Es war mittlerweile echt heiß und man kam ganz schön ins Schnaufen.
Das Boarden hat leider nicht ganz so gut geklappt, da es oft nicht in Schwung kam und man andauernd das Brett nachwachsen musste. Außerdem wurde man in der Hitze immer kraftloser die Berge hoch zustapfen. Trotzdem hat es sich gelohnt und wir hatten Spaß.
Eigentlich hatten wir geplant noch eine Nacht in Pisco zu verbringen und erst am Montagabend wieder nach Lima zurückzufahren. Aber das Geld wurde knapp. Und ich fand es gar nicht so schlecht noch einen freien Tag in Lima zu haben. Also fuhren wir Sonntagabend zurück nach Hause.
du machst mich eifersüchtig...hört sich alles so traumhaft an obwohl da ein paar schwierigkeiten sind...;)
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